PEROS BANHOS ATOLL, B.I.O.T.
von Wolfgang Schippke, DC3MF
Peros
Banhos ist ein fast rundes Korallenriff von einem Durchmesser von fast
35 Kilometern. 32 größere Inseln liegen innerhalb eines unterwasser
Außenriffes. In die tiefe Lagune gibt es mehrere sichere Einfahrten.
Die größten Inseln sind Grande Soeur (05S20; 71E45), Ile du Coin (05S27, 71E46), Ile Diamant (05S15; 71E45) und die Ile Yeye (05S14; 71E58). Bis 1970 waren diese Inseln besiedelt gewesen. Die wichtigste Insel, mit einer größeren Ortschaft in der 500 Menschen lebten war auf der Insel Coin, im Süden. Hier war auch der wichtigste Hafen der Gruppe.
Peros Banhos wurde 1513 von dem protugiesischen Reisenden und späteren Vizekönig von Indien, Alfonso d'Albuquerque, entdeckt und benannt. Nicht ausgeschlossen ist, daß einige Jahre früher der Spanier Di Varthema, der Diego Garcia, 1504 entdeckte, diese Inselgruppe erreichte. In den spärlichen Unterlagen seiner Reisen findet sich der Hinweis auf eine recht umfangreiche Inselgruppe, nördlich von Diego Garcia.
Eine erste genaue Vermessung der Inselgruppe führte der Brite James Lancester 1592 im Auftrag der Ostindien Kompanie durch. Im Jahre 1602 erreichte James Lancester erneut die Inselgruppe, besetzte sie aber nicht für England.
Bereits gegen 1756 nahm der Franzose Lazare Picault Peros Banhos für die französischen Seychellen in Besitz und siedelte einige Kopra Arbeiter auf den Inseln an. 1770 wurde eine Militär Garnison auf Grande Soeur errichtet.
Später kam die Inselgruppe unter die Verwaltung von Mauritius, bis sie 1814 in dem Britisch-Französischen Vertrag in Paris, an England übergeben wurden. Bis 1965 änderte sich für die Bewohner des Atolls nichts, nur daß die französischen Soldaten gegen britische ausgetauscht wurden.
1965 wurden die Inseln entvölkert und dienen heute dem englischen und amerikanischen Militär als Stützpunkt. Jegliche Annäherung an das Riff, sowie das Betreten der Inseln ist absolut verboten.